Wein von Winzern...

Warum Wein aus Transilvanien?

Warum Wein aus Transilvanien?

 

 

Siebenbürgen ist berühmt für spritzige Weißweine. Samtige Rotweine kommen aus dem Banat,

der Region um Temeswar, am westlichen Fuße der Karpaten. Und dies sind nur zwei von acht Weinbau-Regionen im heutigen Rumänien (www.crameromania.ro, www.weinkenner.de/rumaenien-ein-weinland-im-aufbruch).

Die Klima- und Bodenbedingungen sind fantastisch. Der für den Weinbau als ideal geltende 47. Breitengrad verläuft mitten durch Siebenbürgen. Transilvanische Sommer sind warm, trocken und lang, die Winter mit Frost-Garantie und viel Schnee machen Schädlingsbekämpfungsmittel fast überflüssig. 

 

Der rumänische Weinbau ist extensiv. Auf mehr als doppelter Rebfläche - verglichen mit Deutschland - wird nur etwa halb so viel Wein geerntet. Der Vorteil: Je weniger Rebstöcke im Weinberg und je weniger Trauben pro Rebstock - desto aromatischer der Wein. 

 

Die Weingeschichte Rumäniens reicht über 6000(!) Jahre zurück. Daker (die rumänischen Ureinwohner) und eingewanderte Griechen kelterten hier schon vor der Zeitenwende, dann die Römer. Deutsche Kolonisten, zuerst die "Siebenbürger Sachsen" (Viele kamen von Rhein und Mosel.) brachten vor über 800 Jahren ihre Rebsorten und Kelter-Techniken mit. Im Banat setzte der Boom im 18. Jahrhundert ein, ebenfalls durch Einwanderer, hauptsächlich aus Südwest-Deutschland, gerufen von der österreichisch-ungarischen Königin Maria Theresia in den Westen des Landes (die Gegend um Temeswar). Sie kamen auf der Donau und wurden unter dem Namen "Donau-Schwaben" oder "Banater Schwaben" bekannt. 

 

Nach der Reblausplage kam Entwicklungshilfe aus Frankreich. Der Anbau von Chardonnay & Co. ist deshalb in Siebenbürgen keine Modeerscheinung! Sondern: Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir und Sauvignon Blanc sind seit mehr als 100 Jahren hier heimisch. 

Weltweit einmalig und unvergleichlich sind die vielen autochtonen Rebsortenmanche uralt und erst kürzlich wiederentdeckt, manche neu und mit viel Potenzial

 

In den Jahrzehnten des Kommunismus wurde in staatseigenen Weingütern massenhaft lieblos-lieblicher Billigwein produziert und auch exportiert. Man findet diese sogenannte "Königliche Mädchentraube" heute noch in absolut jedem deutschen Supermarkt, vermutlich eine Geschäftsbeziehung mit langer Tradition aus Ceausescu-Zeiten, die leider das Image des rumänischen Weins hierzulande ruiniert hat. 

Doch die Zerschlagung und Privatisierung der Staatsbetriebe nach der Wende brachte eine Rückbesinnung auf alte Qualitäten. Internationale "Winemaker" erkannten das Potential und kamen mit Kapital. Ausgewanderte Siebenbürger Sachsen gingen mit Ideen und Investitionen in die alte Heimat zurück und wagten einen Neustart. (Siehe: Weingut TERRA REGIS). Das Engagement der Ausländer wirkt als Katalisator und führt auch zu einer spürbaren Änderung der Trinkgewohnheiten im Land. Der Focus liegt jetzt auf "Premium"! 

 

Seit dem EU-Beitritt Rumäniens 2007 konnte die rumänische Weinwirtschaft die meisten EU-Fördergelder für Landwirtschaft absorbiern. Populäre internationale Rebsorten bringen hier Spitzenweine. Die alten rumänischen Sorten erleben ein Comeback und werden neu interpretiert: die weiße, schwarze und königliche "Feteasca", die Rumänische Weihrauchtraube und viele andere. Außerdem gibt es interessante Neuzüchtungen, z.B. "Negru de Dragasani". 

Und: Die Produktion hochwertiger Weine in Siebenbürgen gibt immer mehr Dorfbewohnern (in einer von Landflucht und Bevölkerungs-Schwund geplagten Region) Arbeit und Perspektiven. Über eine Million Menschen arbeiten in Rumänien unmittelbar in der Weinwirtschaft! 

 

Rumänien ist heute (laut Wikipedia) fünftgrößter Weinproduzent in Europa, im Weltranking auf Platz 12. Der meiste Wein wird aber immer noch zu Hause erzeugt und fleißig selbst getrunken. Der Export kommt auf kaum 5 Prozent der rumänischen Gesamt-Produktion, Premium-Weingüter verkaufen inzwischen 10 bis 20 Prozent ihrer Weine ins Ausland. 2018 gibt es in Rumänien über 250 eingetragene Weinbaubetriebe, jedes Jahr werden rund 60 Weingüter neu- oder wiedergegründet! (Informations-Quelle: Radio Romania) 

 

Doch außerhalb Rumäniens ist rumänischer Wein bis auf Weiteres immer noch eine Rarität!* 

*Viele Deutsche trinken unbewusst rumänischen Wein: Der Wein kommt in Tanklastwagen und wird - undeklariert - deutschen Weinen beigemischt (bis 15 Prozent sind legal) um sie trinkbar(er) zu machen. Auch bei der Sektproduktion wird Wein aus Rumänien verarbeitet. 

 

 

Suchen Sie einen rumänischen Wein - und finden ihn nicht auf unserer Website? Fragen Sie uns! Eventuell können wir Ihnen diesen Wein kurzfristig anbieten! 

 

 


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