"Sachsenkrüge" – Originale Siebenbürgische Keramik aus Corund/Korond

Die Siebenbürgische Keramik lebt weiter in Korund (Corund/Korond) im Kreis Harghita. Etwa 20 Familien widmen sich dort der Töpferei (Tendenz fallend – es fehlt der Nachwuchs...) Allerdings findet man in Corund noch andere traditionelle Handwerke wie Holzschnitzerei, Handweberei und Korbflechterei.
Der Ton für die traditionellen Siebenbürgischen Keramik wird aus dem Flussbett nahe des Dorfes geholt.
Corund-Keramik entsteht, wie seit Jahrtausenden, auf einer schnell drehenden Töpferscheibe mit Fußantrieb. Der Ton wird auf die obere Scheibe gegeben, während die untere Scheibe mit dem Fuß bewegt wird. So entstehen runde Gefäße mit regelmäßigem Umriss. Dies stundenlang zu tun erfordert Ausdauer, Geschick und Kraft. Genau deshalb ist Töpferei ein traditioneller Männerberuf, während die Frauen die Gefäße verzieren. Es ist Teamarbeit, an der die ganze Familie mitwirkt. Man spricht deshalb von "Töpferfamilien", eben aus diesem Grund.
Für die weiße Untergrundfarbe werden die Gefäße in weißes Kaolin (ein wasserunlösliches Tongestein) getaucht. Nach dem Trocknen werden sie freihändig mit verschiedenen stilisierten floralen und zoomorphen Motiven verziert. Der letzte Schritt bei der Herstellung dieser Kunstwerke ist das Brennen im Ofen, ein- oder zweimal. Dies hängt von der Keramikart ab, da es verschiedene Techniken und Modelle gibt.
Nach dem ersten Brennvorgang im speziellen Brennofen wird die Glasur aufgetragen, beim zweiten Brand bei 980 Grad Celsius wird die Keramik transparent und die Farben leuchten. Der Brennvorgang dauert 8 Stunden, die Abkühlphase 18 Stunden, bis die Keramik im abgekühlten Zustand von Rotviolett zu Weiß wechselt.
Jedes Gefäß ist ein individuelles Unikat! Und dennoch könnte man in ein neues siebenbürgisches Keramik-Set jahrhundertealte Stücke aus dem Museum dazumogeln, ohne dass es auffallen würde. So ähnlich und unverkennbar ist der Stil über Generationen geblieben!
Die Kombination von Pflanzen- und Vogelmotiv geht wohl auf persischen Einfluß zurück – wahrscheinlich kam im Mittelalter Töpferware aus dem Orient über Byzanz und Venedig nach Siebenbürgen.
Es gibt blau-weiße und bunt bemalte Keramik. Erstere wird von Historikern als "Draaser Ware" bezeichnet, weil sie wohl in diesem Ort ab 1730 Verbreitung fand. Die buntfarbige wurde etwas später als "Thorenburger Ware" bekannt.
Keramiker:
- János Ravasz ist ein bekannter Kunsthandwerker aus Corund/Korond, spezialisiert auf traditionelle Volkskunstkeramik. Seine Stücke sind mit "Ravasz János, Korond" signiert.
- János Józsa "Meister der Volkskunst" (Népművészet Mestere), "Eine Korunder Legende" (Video) Töpfer-Signatur: "Józsa János KOROND"
Als Inhaber der TRANSILVANIA-CARD sind Sie eingeladen, in Corund einem Töpfer über die Schulter zu schauen!
(Bitte informieren Sie uns, wann Sie in Corund/Korond ankommen wollen!)
(Hinweis: Alle Teller haben auf der Rückseite eine Öse – für den Fall, dass man sie an die Wand hängen möchte.):
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